Wirkung von Massagen

Auch wenn es statistisch nicht nachgewiesen ist, ist wahrscheinlich einer der häufigsten Gedanken der Schweizer nach einem langen Arbeitstag: „Jetzt täte eine Massage mal so richtig gut.“ Nach acht Stunden Sitzen wird wahrscheinlich auch der bequemste Bürostuhl zur Gefängnispritsche. Und spätestens am Freitag gehen die meisten „Büroarbeiter“ mit Rückenschmerzen nach Hause. Dazu kommen Sehnenentzündungen, Augenprobleme, Kopfschmerzen und so weiter. Das Interessante ist, dass man so viel durch eine Massage lösen kann.
Bevor wir uns damit befassen, möchte ich jedoch einige relevanten Fakten zu diesem Thema in den Raum werfen: Bei einer Studie zu Arbeit und Gesundheit in der Schweiz gaben der größte Teil der Arbeitnehmer an (37% bei acht verschiedenen Auswahlmöglichkeiten), eingeschränkt einsatzfähig zu sein. Erschwerend kommen auch außerberuflich körperliche Inaktivität (ebenfalls 37%) oder mit 36% das Rauchen dazu. Auch eine mit dem Alter steigende prozentuale Teilzeitbeschäftigung zeugt von den zunehmenden Beschwerden und Einschränkungen, welche dann in einer Reduzierung der Arbeitszeit resultieren.

Welche Punkte erreichen Massagen

Masseure gibt es in unterschiedlichsten Fachrichtungen mit unterschiedlichen Techniken. Trotzdem glauben viele Menschen, dass man damit „nur“ Rückenprobleme oder Verspannungen behandeln kann. Tatsächlich sind diese Probleme jedoch oft verantwortlich für vielseitige körperliche Beschwerden.
Fangen wir mal am Kopf an: Viele Arbeiter klagen darüber, dass sie dauerhaft Kopfschmerzen haben. Dies kann als Ursache jedoch nicht nur Bildschirmflimmern und Schlafmangel besitzen. Häufig sind Nackenverspannungen eine große Problematik dabei. Diese entstehen beispielsweise beim Arbeiten in vorgebeugter Haltung am Computer oder bei körperlichen Aktivitäten und dem Heben schwerer Lasten oder ähnlichen Tätigkeiten. Während man Rückenprobleme noch eher ignorieren kann, ist ein dröhnender Kopf ein absoluter Konzentrationskiller und schwächt unsere Leistungsfähigkeit. Ganz abgesehen davon haben wir schlechte Laune.
Eine Massage zum Beispiel kann nun eben diese Verspannungen im Nackenbereich lösen. Anstatt also ständig Kopfschmerztabletten zu schlucken, ist ein Gang zum Masseur oft wesentlich effektiver.
Natürlich ist es auch bei klassischen Rückenschmerzen neben Sport sehr zu empfehlen, sich mal ordentlich durchkneten zu lassen. Alternative Formen wie die Hot-Stone-Therapie wirken durch die Applikation von Wärme an relevanten Stellen ebenfalls besonders auf Knochen und Gelenke.

Heilende Kräfte der Massagen: Beschwerdefreiheit führt zu Motivation

Tatsächlich fokussieren sich viele Werbungen oder Artikel über Massagen in erster Linie nicht auf die körperlichen Verbesserungen. Es ist weit verbreitet, die psychischen Auswirkungen dieser Therapie an die erste Stelle zu setzen.
Wenn eine Massage nun tatsächlich zu Beschwerdefreiheit führt, so hat dies tatsächlich weitreichende Folgen auf unseren Alltag und auf jede einzelne unserer Handlungen. Wer morgens aufwacht und merkt, dass er frei von körperlichen Problemen ist, geht jede Aufgabe des Tages mit mehr Engagement an. Doch schon vorher können wir Veränderungen durch die Massagen spüren: Sie führen zu besserem Schlaf. Wer sich nicht entscheiden kann, welche Seite weniger wehtut, wacht morgens schon genervt auf. Stattdessen sorgen auch auf der Arbeit ein ruhiger Kopf und ein gesunder Rücken dafür, dass man sich leistungsfähiger fühlt und auch dementsprechend arbeitet.
Gründe für eine Massage gibt es viele. Nicht nur kennt sich ein Physiotherapeut wesentlich besser mit dem Zusammenhang zwischen verschiedenen Schmerzquellen und den beteiligten Partien aus, er kann dieses Wissen zu unserem alltäglichen Vorteil nutzen und wir können dadurch ein großes Stück Lebensqualität wiedererlangen.

← Älterer Post Neuerer Post →



Hinterlassen Sie einen Kommentar

Bitte beachten Sie, dass Kommentare vor der Veröffentlichung freigegeben werden müssen