Was ist Shiatsu?

Gesundheit am Arbeitsplatz – so oft man über dieses Thema spricht und schreibt, so vielseitig bleibt es doch. Nicht nur die Work-Life-Balance oder genügend Schlaf sind wichtig, oft sind auch weitere Maßnahmen notwendig. Hier entsteht eine Problematik: Die Individualität des Einzelnen. Was bei dem Ersten hilft, ist bei dem Mitarbeiter absolut kontraproduktiv. Nicht jeder findet Gefallen an dem Fitnessstudio, für den nächsten ist der Saunagang unangenehm.

Heute wollen wir euch jedoch eine spezielle Art der Massage zeigen, welche bei professionellen Masseuren Blockaden in unserem Körper lösen und damit unsere eingeschränkte Arbeitsunfähigkeit überwindet. Laut Umfragen sind nämlich etwa 1,1 Millionen Arbeitnehmer in der Schweiz von gesundheitlichen Problemen geplagt. Da der prozentuale Anteil der Angestellten im Dienstleistungssektor mit Abstand am höchsten ist, sind Verspannungen, Rückenprobleme oder Haltungsbeschwerden zuhauf vorhanden.

Nun also zu unserer Massageform: Shiatsu hat seinen Ursprung in Japan und wird aus den japanischen Wörtern für „Finger“ und „Druck“ zusammengesetzt, was maßgeblich für die Art der Therapie ist. Dazu jedoch später mehr. Bereits seit 1500 Jahren besteht diese Form der Massage, erreichte aber erst im letzten Jahrhundert ihre finale Form. Die Ausbreitung in Europa erfolge schon früher, ist aber auch heute noch in vollem Gange.

Shiatsu: Wie wirkt es auf uns und unseren Körper?

Grundlage des Shiatsu sind die Körperpunkte. Dies sind sozusagen Knotenpunkte des Energieflusses in unserem Körper. Auch in der Akupunktur oder bei der Thai-Massage sind diese speziellen Stellen sehr bedeutungsvoll. Sie sind nämlich verantwortlich für den Energiefluss in unserem Körper. Wenn hier nun eine Stauung unserer Energie auftritt, wird unser Körper nicht mehr richtig versorgt und gerät in ein Ungleichgewicht.

Das Shiatsu fokussiert sich auf diese Punkte. Indem man durch gezielte Massage diese Stellen entblockt, soll der Körper wieder in sich funktionieren. Beispielsweise die Kräfte der Selbstheilung wird damit angeregt. Zudem werden Nerven innerhalb unseres Körpers stimuliert und berührt. Dies kann zu einer Beruhigung führen, oder auch das Gegenteil zur Folge haben.

Als europäischer Arzt würde man die Auswirkungen wahrscheinlich so beschreiben: Die Durchblutung des Körpers wird angeregt, vor allem im Bereich von Muskeln sowie der Haut. Dadurch lösen sich Verspannungen und Verkrampfungen. Die Muskulatur wird gedehnt und weitet sich, dadurch können sich dann Gelenke aus Blockaden lösen und werden nicht von den oft verkürzten Muskeln in einer bestimmten Position gehalten oder die Bewegungsfreiheit eingeschränkt.

Wer sich für eine solche Therapie entscheidet, wird etwa eine Stunde lang geknetet. Dabei werden mehrere Massagen empfohlen, da vor allem zu Beginn auftretender Muskelkater wieder zu einer schnellen Verkürzung der Muskelstränge führen kann. Massiert wird insgesamt mit den Händen und Fingern, aber auch mit Knien oder Ellenbogen. Bei Dehnungsbewegungen werden oft die Positionen gehalten, um einen ordentlichen Reiz zu setzen.

Einsatzorte von Shiatsu

Das Massage nicht ein schwerwiegendes kardiales Problem lösen kann, ist wohl jedem bewusst. Hoffentlich aber auch, dass die Einsatzgebiete trotzdem sehr vielseitig sind: Besonders bei Kopfschmerzen wird diese Therapie empfohlen. Auch Durchblutungsprobleme oder eingeschränkte Bewegungsfreiheit können behandelt werden. Je nach Fokus kann die absolut schmerzfreie Therapie sogar bei Übelkeit oder Darmproblemen eingesetzt werden.

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