Was ist Ergotherapie?

Mittlerweile sehr beliebt im europäischen Raum ist die Ergotherapie eine wichtige Form der Heilberufe. Wir stellen heute vor, was ihre Ansätze, Ziele und Vorteile sind.

Für wen ist Ergotherapie empfehlenswert?

Diese Behandlungsmethode ist sehr variabel und kann deswegen auch bei verschiedensten Altersgruppen angewandt werden. Das Ziel ist dabei die Wiederherstellung verlorener Handlungsmöglichkeiten. Das klingt so allgemein, wie es auch im Endeffekt ist. Sei es eine Lähmung durch einen Schlaganfall im Alter von 67 oder die Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit von Grundschulkindern – verschiedenste Zielgruppen werden von dem Angebot angesprochen.

Wir geben eine kurze Übersicht, an wen sich das Angebot besonders richtet:

  • Zustand nach Schlaganfall oder Herzinfarkt zur Rehabilitation körperlicher Einbussen
  • Verhaltens- und Entwicklungsstörungen oder geistige Einschränkungen
  • rheumatische, neurologische, orthopädische und koordinative Problemstellen

Zahlen zur „Ergo“ in der Schweiz

Im Jahr 2015 waren es 22000 Personen, die in diesem Bereich arbeiten. Bei einer Bevölkerung von lediglich 8 Millionen Einwohnern bedeutet dies, dass ein Ergotherapeut für 350 Personen zuständig war. Das klingt zunächst viel, doch da natürlich nicht jeder Einwohner diese Therapie in Anspruch nimmt, ist das Angebot bereits sehr üppig.

Methoden und Therapieformen

Es gibt unterschiedlichste Anwendungsformen der Ergotherapie. So gehört zum Beispiel das Training der körperlichen Fähigkeiten zu einer der häufigsten Massnahmen. In dieser Hinsicht überschneidet sich das Feld besonders mit der Physiotherapie. Dies kann in Form von Kraftübungen, Dehnübungen oder durch die Gewöhnung an alltägliche Herausforderungen geschehen. Dabei kommen Gegenstände wie Massagebälle, Bänder und viele mehr zum Einsatz. Auch die manuelle Massage ist ein grosser Bestandteil, um Verspannungen zu lösen und die Bewegungsfreiheit zu verbessern.

Das Training mit täglichen Aufgaben überschneidet sich stark mit pflegerischen Tätigkeiten. Beispielsweise ist das Waschen eine dieser Angelegenheiten. Jedoch sollte man hier niemals die Ergotherapie mit einem Pflegedienst verwechseln – bei der Therapie geht es um die Erhaltung der Fähigkeiten und nicht lediglich um die reine Unterstützung bei bereits verlorenen Handlungsmöglichkeiten.

Für Kinder und junge Menschen ist aber auch das Training ihres täglichen Ablaufs unter Umständen empfehlenswert. Dabei geht es um das Verfahren mit finanziellen Mitteln oder wie man seinen Tag plant. Verantwortungsvoller Umgang mit Gütern ist nämlich oft ein Thema, was bereits in jungen Jahren angesprochen und thematisiert werden muss. Genauso ist die Disziplin eine Eigenschaft, die gerade jungen Menschen eingeprägt werden muss.

Auch kognitives Training gehört zum Repertoire der Ergotherapie. Durch Konzentrationsübungen wird die Merkfähigkeit trainiert. Ausserdem benötigen viele Kinder auch ein Training der motorischen Fähigkeiten. Dies wird gerade im spielerischen Umgang erlernt, auch wenn dieser massgeblich nur der Beschäftigung eines Kindes diene. Auch der Umgang mit Farben und das Malen setzen viele Reize und Impulse in der menschlichen Entwicklung.

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