Verhaltenstherapie

Verhaltenstherapie: Wie kann man sie nutzen?

Psychologie spielt am Arbeitsplatz eine grosse Rolle. Dies war schon immer so, auch wenn viele Erkenntnisse in der Psychologie erst im letzten Jahrhundert entstanden. Denn überall, wo zwischenmenschliche Kommunikation stattfindet, sind auch Konflikte vorprogrammiert, die durch Meinungsverschiedenheiten und Persönlichkeitsdifferenzen entstehen.

Verhaltenstherapie gehört zur Kategorie der Psychotherapie, welche sich mit Verhaltensweisen und Denkweisen auseinandersetzt. Deswegen wird sie auch kognitive Verhaltenstherapie genannt. Dabei geht es nicht um eine Anpassung an die allgemeine Meinung oder eine Vereinheitlichung. Stattdessen sollen dadurch Konflikte vermieden werden.

Ihren Ursprung hat sie im Behaviorismus, eine der ursprünglichen Sprachtheorien, welche die Erlernung von Fähigkeiten anhand einer Bestätigung als Kerninhalt besass.

Verhaltenstherapie bei psychischen Störungen

Die Therapiesitzungen werden bei Personen eingesetzt, denen eine psychische Störung diagnostiziert wurden und die zu einer Veränderung bereit sind. Dabei sind zunächst einmal die genaue Diagnose und der Umfang der Erkrankung festzustellen.

Dies erfolgt in Zusammenarbeit von Therapeut und Patient. So wird genau beobachtet, in welche Konfliktsituationen der Patient gerät, welche Situationen durch die Erkrankung beeinträchtigt werden oder auch die Ursachen besprochen.

Ordnung ist das halbe Leben – so ist auch in diesem Fall ein Therapieplan notwendig, um die Ziele der Therapie festzulegen. Anschliessend kann man beginnen, an den schwierigen Stellen zu arbeiten.

Die Patienten lernen beispielsweise, sich in der Konfrontationstherapie mit den Situationen auseinanderzusetzen, welche durch die Störungen betroffen sind. Dabei werden typische Denkmuster der Person überprüft und daran gearbeitet. Zudem hängt es jeweils vom Krankheitsbild ab, an welchen Bereichen gearbeitet wird.

Sollte die Therapie erfolgreich verlaufen, wird der Betroffene auch auf den Alltag vorbereitet. So soll die theoretische Erkenntnis in den Situationen des Alltags angewandt und auch nach der Therapiezeit beibehalten werden.

Welche Erkrankungen können durch Verhaltenstherapie behandelt werden?

Es gibt eine Vielzahl von Erkrankungen, welche durch diese Art von Therapie behandelt werden, da die Verhaltenstherapie einen Grossteil der Psychotherapie abdeckt. So ist sie auch die Wahl bei grossen und weit verbreiteten Krankheitsbildern wie der Depression (etwa 30% Betroffene in der Schweiz).

Auch verschiedene Angststörungen wie zum Beispiel Perspektivlosigkeit können behandelt werden. Wie bei vielen psychischen Erkrankungen brennen sich auch hier pauschale Aussagen wie „Ich werde nie etwas erreichen“ und „Ich weiss nicht, wie es weitergeht“ in sämtliche Denkprozesse der betroffenen Person ein und sorgen für Angstanfälle in einer entsprechenden Situation.

Magersucht, komplexe Psychosen, Suchterkrankungen, Schlafstörungen oder verschiedene Krankheitsbilder von Jugendlichen und Kindern werden durch Verhaltenstherapie behandelt.

Organisationen für Verhaltenstherapie in der Schweiz

Um Arbeitgeber und Privatpersonen bei der Suche nach Therapeuten zu unterstützen oder um Weiterbildungen in diesem Bereich anzubieten wurde die SGVT (Schweizerische Gesellschaft für kognitive Verhaltenstherapie) gegründet.

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