Sie leiden an Rückenschmerzen? Folgende Übungen helfen Ihnen die Schmerzen loszuwerden.

Mit zielgerichteten Übungen beseitigen Sie lästige Rückenschmerzen

Bewegungsprobleme sind der häufigste Auslöser

Wenn Sie häufig unter Muskelschmerzen im Rücken-, Schulter- oder Nackenbereich leiden, rechnen Sie sicherlich irgendwann mit dem Schlimmsten. Das Wort Bandscheibenvorfall kursiert aller Orten, und wer kann sich schon mit einer bevorstehenden OP anfreunden.
Solche Bedenken sind in den allermeisten Fällen völlig unnötig, denn die genannten Schmerzen sind fast immer die Folge unseres alltäglichen Verhaltens. Wir sitzen im Auto, am Schreibtisch oder vor dem Fernseher. Beim vielen Sitzen degenerieren jedoch unsere Muskeln, denn sie werden nicht gefordert. Aber auch Stress im Beruf oder Alltag können der Auslöser für Schmerzen im Rücken sein. Mit zielgerichteten Übungen gelingt es Ihnen, für Prävention zu sorgen.

Übung 1 Das Warm-up

Bevor Sie mit Dehn- und Kraftübungen Ihrer Muskulatur etwas Gutes tun wollen, müssen Sie ihren Bewegungsapparat unbedingt aufwärmen. Das, was Spitzensportler beispielsweise mit einem halbstündigen Training vor dem Wettkampf betreiben, schaffen Sie in fünf Minuten.
Ziehen Sie leichte Bekleidung an und beflügeln Sie Ihr Vorhaben mit einer flotten Lieblingsmusik. Laufen Sie im Rhythmus am Platz, wobei Sie auch Ihre Arme mitschwingen lassen. Sie können aber auch mit Drehungen der Körperachse, Boxbewegungen und Heben/Senken der Fersen Ihre Koordination verbessern. Sie werden schnell erkennen, wie Sie der Spaß an der Bewegung kreativ werden lässt.

Übung 2 Wandstütz

Stellen Sie sich vor einer Wand mit hüftbreit geöffneten Beinen auf. Wichtig ist, dass Sie bei dieser Übung nicht die Knie durchdrücken, das würde nur Ihren Kniegelenken schaden. Stützen Sie sich nun mit beiden Handflächen schräg nach oben an der Wand ab. Ihr Oberkörper führt schräg nach unten. Nun senken Sie Kopf und Oberkörper zwischen Ihren Armen und recken den Po nach hinten.
Diese Übung bringt Ihre Rückenmuskulatur in Schwung und dehnt Ihre Schulterpartien.

Sind Sie selbst Ihr bester Physiotherapeut?

Die Symptome für Kreuzschmerzen sind viel zu vielfältig, als dass sie sich nur durch Eigeninitiative beseitigen lassen. Unsere vorgestellten Übungen sind sozusagen die Kür, mit der Sie zu Hause oder wenn möglich auf Arbeit Ihre Rückenmuskulatur mobilisieren. Tipps für physische Rehabilitation, also die Pflicht, erhalten Sie in der Physiotherapie. Nur geschulte Therapeuten und Therapeutinnen erkennen die Schwachstellen Ihres Bewegungsapparates, die beispielsweise Ihre Nackenprobleme oder auch Kopfschmerzen ausgelöst haben. HIer erfahren Sie auch mehr über Stressreduzierung.

Übung 3 Werden Sie zur Katze

Gehen Sie auf einer Gymnastikmatte in den Vierfüßlerstand. Dabei zeigen die Finger Ihrer aufgesetzten Handflächen nach außen. Ihre Knie stellen Sie hüftbreit auf und Ihre Fußspitzen berühren den Boden. Spannen Sie Ihre Gesäßmuskulatur an, und nun machen Sie einen Katzenbuckel, indem Sie Ihren Bauchnabel zur Wirbelsäule ziehen. Kehren Sie anschließend das Ganze ins Gegenteil um, und lassen Sie Ihre Wirbelsäule fallen.
Diese Übung wiederholen Sie langsam zehnmal. Sie dient der Kräftigung der Rückenmuskulatur und versetzt gleichzeitig Ihre Brust- und Rückenwirbel in die notwendige Bewegung.

Übung 4 Radfahren ist auch im Zimmer möglich

Drehen Sie sich nun auf den Rücken. Heben Sie beide Oberschenkel zur Senkrechten, und die Unterschenkel strecken Sie im rechten Winkel nach vorn. Nun können Sie Ihre Beine wie beim Radfahren rotieren lassen, zwanzigmal vorwärts und dann zwanzigmal rückwärts.
Merken Sie, wie anstrengend das wird? Bei dieser Übung aktivieren Sie sowohl Ihre Bauch- als auch Ihre Rückenmuskulatur. Gleichzeitig verabreichen Sie Ihrer Wirbelsäule eine sanfte Massage auf der Gymnastikmatte.

Physiotherapie oder Sportphysiotherapie - was ist zielgerichteter?

Rückenschmerzen und Schulterprobleme sind häufig auch die Folge von zu intensiv betriebenen Fitnessprogrammen. Ob beim Radfahren oder beim Laufen, beim Schwimmen oder anderer Gelegenheit – auf die richtige Dosis kommt es an. Wenn Sie vermuten, dass Ihre Schmerzen nach sportlicher Betätigung besonders gravierend sind, ist die Sportphysiotherapie Ihr Ansprechpartner. Hier ist Ihr bester Physiotherapeut, der speziell auf die Belange im Breitensport aktiver Menschen ausgebildet ist.

Übung 5 Ihr Arbeitsplatz wird zum Übungsplatz

Wirbelsäureschmerzen werden sehr häufig durch zu langes Sitzen am Schreibtisch hervorgerufen. Richten Sie sich bei der Computerarbeit oder einer anderen sitzenden Tätigkeit ein bis zweimal pro Stunde gerade auf. Strecken Sie Ihren Hals. Drücken Sie mit Ihrer linken Handfläche gegen Ihre Kopfpartie schräg hinten oberhalb des linken Ohres. Ihre rechte Handfläche drückt nun gegen die rechte Kinnpartie, als wollten Sie Ihren Kopf "herausschrauben". Wehren Sie sich, indem Sie versuchen, Ihren Kopf in die entgegengesetzte Richtung zu bewegen.
Diese Übung führen Sie nun auch entgegengesetzt, insgesamt jeweils dreimal durch. Sie kräftigt Ihre Nackenmuskulatur, denn Nackenprobleme führen ebenfalls zu Wirbelsäureschmerzen.

Übung 6 Greifen Sie nach den Sternen

Sie stellen Ihre Beine hüftbreit auf, und die Fußspitzen zeigen nach vorn. Strecken Sie Ihre Arme nach oben, und dehnen Sie Ihren Oberkörper, soweit Sie nur können. Machen Sie sich lang. Ihr Blick ist nach vorn gerichtet. Nun walken Sie abwechselnd mit beiden Beinen (nach Musik geht das am besten). Schräg zum jeweils gebeugten Knie recken Sie Ihren Arm noch mehr nach oben und "greifen Sie nach den Sternen".
Bei dieser Übung strecken Sie nochmals Ihren gesamten Bewegungsapparat. Gleichzeitig erfahren Ihre Fußgelenke eine sanfte Mobilisierung.

Ihr bester Physiotherapeut sind Sie und die physiotherapeutische Praxis

Bewegungsprobleme und damit verbundene Wirbelsäureprobleme können Sie auf Dauer nur gemeinsam mit erfahrenen Physiotherapeuten lösen. Die Tipps für physische Rehabilitation, die Sie in der Praxis erhalten, müssen Sie zu Hause fortführen, um erfolgreich zu sein. Sorgen Sie aber auch für Stressreduzierung auf Arbeit und im häuslichen Umfeld. Reagieren Sie auf Schulterprobleme, die aus zu anstrengender Hausarbeit oder dem Hobby resultieren. Das erste Warnsignal sind zumeist Kopfschmerzen, die mit Blockierungen im Schulter-Nacken-Bereich beginnen. Stärken Sie Ihren Rücken. Ein Bandscheibenvorfall kommt viel seltener als befürchtet vor. Meist sind Rückenschmerzen nur eine Folge nicht trainierter Muskulatur im Rücken- und Brustbereich. Gemeinsam mit der Physiotherapie lösen Sie diesen Kreislauf aus Muskelschmerzen und schmerzendem Kreuz auf.

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