Bewegungsarmut im Alltag

Die Bewegungsarmut greift immer weiter um sich. Besonders bei Kindern und Jugendlichen lassen sich in den letzten Jahren Trends feststellen, die sich negativ auf ihre Gesundheit auswirken.

Verantwortlich dafür sind vor allem Computer und Fernsehen. Derartige Zeitvertreibe bieten viele verschiedene Möglichkeiten, um lange damit beschäftigt zu sein. Spielzeuge hingegen werden langweilig und bringen ein Kind eher dazu, auch mal auf der Strasse zu spielen.

Das bequeme luxuriöse Leben hat also nicht nur seine Vorteile. Besonders die Digitalisierung erleichtert zwar viele Prozesse und Bürojobs halten von sehr harter, körperlicher Arbeit ab. Doch gerät man schnell in das andere Extrem der mangelnden Bewegung.

Bewegungsarmut bei Erwachsenen

Doch während in der Schweiz etwa ein Drittel der Jugendlichen eine fehlerhafte und schädigende Körperhaltung aufweist, ist die Gefahr auch bei den Erwachsenen sehr gross.

Die häufigste Folge von zu wenig Bewegung ist Übergewicht. Denn die wenigsten Menschen ernähren sich wirklich ausgewogen und gesund.

Wenn man sich in den Krankenhäusern umsieht, erkennt man eins: Schwerkranke Menschen sind oft auch übergewichtig. Das hat auch einen Grund. Denn Erkrankungen wie Diabetes und Adipositas wirken sich auf viele verschiedene Bereiche des menschlichen Körpers aus.

In Folge einer derartigen Lebensform kommt es auch zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Diese sind noch vor Krebs die häufigste (!) Todesursache in der Schweiz.

Auch die Arbeit sorgt natürlich für Bewegungsarmut. Wer im Dienstleistungssektor Tag für Tag am Schreibtisch sitzt, betätigt seinen Körper kaum und weist zudem meist noch eine ungesunde Körperhaltung auf.

Ein weiteres grosses Problem, welches mit Bewegungsarmut zu tun hat, ist die Anfälligkeit von Gelenken. Denn durch zu wenig Aktivität der Muskeln verkümmern diese und schrumpfen. Sie unterstützen die Gelenke nur wenig. Kommt nun Übergewicht hinzu, werden besonders Kniegelenke sehr stark strapaziert. So führt zu wenig Bewegung auf Dauer auch zu derartigen Schäden.

Zu dem wenigen Bewegung kommt meist viel Sitzen hinzu. Dies belastet die Wirbelsäule und das Gesäss auf Dauer enorm. Je mehr das Gesäss belastet wird, desto schlimmer werden die Haltungsfehler. Bahnscheibenvorfälle und Rückenschmerzen sind in unserer Zeit jedoch so bekannt wie noch nie.

Mehr Bewegen hält länger fit

Sport und Bewegung sind nicht nur praktisch und hip, sondern tatsächlich lebensverlängernd. Dies haben viele Studien belegt. Die Muskeln werden gestärkt und so zum Beispiel die Gelenke entlastet. Auch der Herzmuskel ist kräftiger und funktioniert auch unter Belastung.

Auch in Krankenhäusern kann man dies immer wieder beobachten: Wer fit war und Sport getrieben hat, erlebt den schnelleren Heilungsprozess. Anstatt wochenlang ans Bett gefesselt zu sein, geht es für aktive Menschen deutlich schneller bergauf.

Dabei ist es nicht einmal notwendig, ein besonderes Mass sportlicher Leistung zu erreichen. Doch Ziele wie die 10000 Schritte am Tag haben einen Sinn und tun uns gut.

Besonders Ausdauersport hilft uns, unseren Kalorienhaushalt zu regulieren. Auf diese Weise wird nicht nur Fett abgebaut, sondern auch die Muskulatur aufrechterhalten.

Krafttraining kann zudem dabei helfen, Haltungsfehler zu korrigieren. Auch die Entlastung der Gelenke wird durch ordentliches Krafttraining erreicht.

Wer jedoch kein Fan von Fitnessstudio und Laufschuhen ist, der kann sich auch anderweitig bewegen. Schon die Arbeit im Haus oder spazieren gehen ist enorm wichtig. Den kurzen Weg zur Arbeit zu Fuss laufen ist eine Massnahme oder ein Spaziergang in der Mittagspause.

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