Atemarbeit und ätherische Öle – ein starkes Team

In Arbeitssituationen mit hohem zeitlichen und leistungsmässigem Druck, bei Über- aber auch bei Unterforderung, „sich Fehl am Platz fühlen“ und in Konfliktsituationen reagiert jeder Mensch anders, ausgehend von seinen bisherigen Erfahrungen, welche zum grossen Teil unbewusst im Körper abgespeichert sind. Menschen reagieren also so, wie sie es bewusst und unbewusst gelernt und abgespeichert haben, im positiven wie im negativen Sinne. Das Befinden, welches zu Reaktionen führt, spiegelt sich im Atem und ist auch über den Atem veränderbar, indem negative Muster im Körper mit positiven ersetzt werden können. 

Wie wirken Atemübungen und der Einsatz ätherischer Öle in der Duftlampe oder dem Aromastream?

Sowohl Ateminterventionen als auch die Anwendung ätherischer Öle zielen auf den Körper insbesondere auf den Atemapparat ab. Atemtherapie ist zuerst Körpertherapie: Der Körper, der atmende Mensch als Ausgangspunkt, um Phänomene wie Schmerzen, physische und psychische Leiden und Befindlichkeiten oder Probleme zu erkennen. Über dieses „Erkennen“ oder Wahrnehmen, was da ist, wird Veränderung über den Körper und den Atem erst möglich. Die Wahrnehmung von Emotionen (Gefühle wie Vertrauen, Ängste, Zufriedenheit, Wut etc) sowie die innere Wahrnehmung von Atemräumen findet im menschlichen Gehirn im limbischen System statt.

Die Atmung hat eine Sonderstellung

Bei den physiologischen Funktionen des Körpers, hat die Atmung eine Sonderstellung. Da sie sowohl vom autonomen/vegetativen wie vom willkürlichen Nervensystem gesteuert wird. Das heisst wir können den Atem bewusst steuern, also willentlich ein- und ausatmen, er fliesst aber auch weiter, wenn wir ihm keine bewusste Beachtung schenken. Somit ist die Atmung die einzige vegetative Funktion, womit wir ganz gezielt und bewusst Einfluss nehmen können auf das vegetative Gleichgewicht. Deshalb geht es bei Ateminterventionen primär darum, mit angepassten Atem-, Körper- und Wahrnehmungsübungen die innere und äussere Wahrnehmung und den vegetativen Ausgleich zu fördern sowie den muskulären Spannungsausgleich zu verbessern. Unter fachlicher Anleitung können solche Übungen erlernt und ohne grosse Mühe und Zeitaufwand in den (Arbeits-) Alltag eingebaut werden.

Ätherische Öle können im (Arbeits-) Alltag die Atemarbeit wohltuend ergänzen.

Sie regen den Geruchsinn an. In dem Moment in dem man den Duftstoff wahrnimmt, hat er bereits das limbische System erreicht. Das limbische System ist wie bereits oben erwähnt Schaltstelle im Gehirn, in dem Gefühle, Erinnerungen, vegetative Steuerungen und Hormonausschüttungen ausgelöst werden. Wohltuende Düfte verknüpfen also wieder angenehme Erinnerungen und wirken deshalb stresslösend. Im Arbeitsalltag wird die Duftlampe oder der Streamer zum Einsatz kommen.

Der Duft

Den gewählten Duft sollten alle Leute im gleichen Raum mögen, damit negative Erinnerungen, welche ein schlechtes (Körper-) Gefühl auslösen, vermieden werden können. So kann zum Beispiel ein Zitronenduft die Luft reinigen und somit Krankheitserreger dämpfen oder ein ängstliches Klima, wie evtl. in Arzt- oder Zahnarztpraxen vorkommen, mit Orangenduft gelindert werden.

Atemarbeit in Gruppen kann bei Bedarf mit Einzel-Atemtherapiestunden mit Interventionen auf der Liege ergänzt werden. Einzelstunden ermöglichen eine individuelle Behandlung.

Wir beraten Sie gerne, welche Angebote und Interventionen für Sie geeignet sind.

Artikel von Brigitte Steinger, Ganzheitlich-Integrative Atemtherapeutin.

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